Gemeinsam leben und lernen

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Nachhaltigkeit fängt an bei DIR und MIR
SMV-Adventsfrühstück an der RSO

Unser alljährliches Adventsfrühstück ist eine allseits beliebte Tradition, auf die sich Schüler wie Lehrer und andere am Schulleben Beteiligte, wie die Mensa-Damen, die Mitglieder des Elternbeirats und des Fördervereins, freuen.
Der letzte Schultag vor den Weihnachtsferien wird so gemeinsam in einer feierlichen, gemütlichen Stimmung eingeläutet und stimmt auf die Weihnachtstage ein – und auch die Lernenden, die aufgrund ihrer Religion Weihnachten nicht feiern, nehmen gerne an diesem Frühstück teil, an welchem fast die ganze Schule zusammenkommt – schließlich ist es auch etwas wirklich Außergewöhnliches, wenn rund 600 Menschen gemeinsam frühstücken.
Doch die SMV hat im Rahmen des SMV-Tages beschlossen, dass wir dieses Jahr etwas ändern wollen.
Nachhaltigkeit und Umweltschutz ist in aller Munde, spätestens seit Fridays for Future und Greta Thunberg wissen wir alle, wie schlecht es um unser Klima, unsere Ressourcen und generell unsere Umwelt bestellt ist.
Doch wie können wir als Schule einen Beitrag zur Nachhaltigkeit und zum Schutz der Umwelt leisten? Wo können wir anfangen, konkret etwas umzusetzen?
Ganz einfach – wir haben uns die größten Klima-und Umweltkiller herausgesucht und beschlossen, genau auf diese beiden beim SMV-Frühstück zu verzichten: Palmöl und Plastik.
So erhielten alle Klassen Infoblätter darüber, weshalb Palmöl und Plastik so gefährlich sind und den Auftrag, dass die Produkte, die sie zum Frühstück beisteuern, palmöl- und plastikfrei sein müssen.
Erst als es um das konkrete Einkaufen ging, wurde uns bewusst, wie immens die Plastikverschwendung tatsächlich ist und wie viele Produkte es nach wie vor fast ausschließlich in Plastik verpackt zu kaufen gibt! Kakao, Kaffee, Käse, Wurst… und der Schoko-Nuss-Aufstrich, der von den meisten Schülern präferiert wird,  beinhaltet extrem viel Palmöl!
So fiel die Wahl auf einen fair gehandelten Kakao in einer Papier-Verpackung sowie eine biologische Schoko-Nuss-Creme, die ebenfalls fair gehandelt und ohne Palmöl auch wesentlich gesünder ist! Und auch geschmacklich konnten wir keinen Unterschied feststellen.
Wurst und Käse kauften wir bei einer örtlichen Metzgerei, die uns die Waren in große, wiederverwendbare Metallbehälter und Papier verpackte. Das Fleisch stammte von regionalen Bio-Tieren, genauso wie die Milch für die Käseprodukte. Die Eier kamen aus Betrieben, bei denen es eine Bruder-Huhn-Initiative gibt: Das bedeutet, dass die männlichen Küken nicht geschreddert, sondern genau wie die weiblichen Küken aufgezogen werden und leben dürfen.
Milch, Marmelade und Honig konnten wir genauso wie verschiedene Säfte einfach in Glasflaschen kaufen. Obst und Gemüse konnten wir ebenfalls einfach plastikfrei im Großmarkt und im Supermarkt besorgen.
Am Nachmittag vor dem Frühstück dekorierten wir gemeinsam liebevoll die Mensa und den Flachbau mit schönen großen Tannenwedeln von der benachbarten Gärtnerei, mit unzähligen Kerzen, Teelichtern, Girlanden und Servietten.
Um fünf Uhr morgens (!!!) traf sich die erste Schicht der Klassensprecher, um mit den Vorbereitungen zu beginnen: Eier und Kaffee kochen, Brot und Brötchen in Körbe verteilen, Wurst – und Käseplatten anrichten, Tomaten, Gurken und Paprika schneiden, Äpfel waschen und das Buffet schön und appetitlich herrichten.
Auch Besteck, Teller, Tassen und Gläser mussten wir in ausreichender Stückzahl bereitstellen und die Musikanlage startklar machen.
Das ist schon jedes Mal aufs Neue eine wundervolle und besondere Stimmung, wenn es draußen noch dunkel ist, drinnen überall Kerzen brennen und die Schule dann in ein warmes, gemütliches Licht tauchen, während es nach frisch gebackenen Brötchen duftet und ein herrliches Buffet zum Essen einlädt.
Um kurz nach sechs kamen die ersten Schüler und um 6.30 Uhr wurde das Buffet dann von unserer Schülersprecherin eröffnet. Fast 600 Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrerinnen und Lehrer der RSO und die Mitglieder des Fördervereins und des Elternbeirats aßen gemeinsam und ließen sich ein nachhaltiges und gesundes Frühstück bei netten Gesprächen schmecken. Die Klassensprecher waren ganz schön gefordert, das Buffet laufend aufzufüllen und Teller, Tassen und Besteck zu spülen! Doch da alle toll und selbstverständlich mit angepackt haben, lief alles reibungslos.
Und die Besonderheit der Produkte wurde von den Schülerinnen und Schülern durchaus wertgeschätzt und lobend betont – so brachte es eine Sechstklässlerin treffend auf den Punkt:
„Es schmeckt viel besser, wenn man weiß, dass man dabei noch etwas Gutes für die Umwelt, Tiere und Menschen tut!“